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Schusswaffeneinsatz der Polizei im Jahr 2025: 51 Menschen verletzt, 16 getötet

  • 23. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Seit 1974 erstellt die Deutsche Hochschule der Polizei im Auftrag der Innenministerkonferenz (IMK) eine jährliche Statistik zum Schusswaffengebrauch der Polizei. Erfasst werden sämtliche Schüsse, die von Polizeibeamten der Länder und des Bundes abgegeben werden. Die Statistik dokumentiert den Einsatz von Schusswaffen gegen Personen, Fahrzeuge, Tiere und Sachen sowie die Folgen dieser Einsätze.


Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2025 zeigen einen deutlichen Schwerpunkt beim Schusswaffengebrauch zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben. In dieser Kategorie wurden die meisten Schüsse gegen Personen abgegeben – und hier traten auch nahezu alle tödlichen Folgen auf.


Schüsse gegen Personen


Insgesamt gab die Polizei im Jahr 2025 in 77 Fällen Schüsse gegen Personen ab. Davon entfielen 70 Fälle auf Personen außerhalb von Fahrzeugen und 27 Fälle auf Personen in Fahrzeugen. Zusätzlich wurden 37 Warnschüsse registriert. Die überwiegende Mehrheit dieser Einsätze erfolgte zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben. In dieser Kategorie wurden 33 Warnschüsse, 70 Schüsse gegen Personen sowie 27 Schüsse gegen Personen in Fahrzeugen abgegeben. Weitere Einsätze dienten der Verhinderung von Verbrechen oder gleichgestellten Straftaten. Hier wurden vier Warnschüsse abgegeben, siebenmal direkt auf Personen geschossen und einmal auf Personen in Fahrzeugen. Zehn Schüsse auf Personen in Fahrzeugen erfolgten im Zusammenhang mit der Fluchtvereitelung bei Verdacht auf ein Verbrechen oder ein gleichgestelltes Vergehen. Andere gesetzlich vorgesehene Kategorien spielten 2025 praktisch keine Rolle.


Die Statistik weist für 2025 insgesamt 16 Todesopfer infolge polizeilichen Schusswaffengebrauchs aus. Sämtliche tödlichen Schüsse erfolgten im Kontext von Notwehr- oder Nothilfelagen beziehungsweise zur Abwehr von Lebensgefahr. Darüber hinaus wurden 51 Menschen verletzt. Davon entfielen 46 Verletzte auf Einsätze zur Gefahrenabwehr und fünf auf Fälle zur Verhinderung von Verbrechen oder gleichgestellten Straftaten.

Unbeteiligte Personen wurden nach den vorliegenden Zahlen weder getötet noch verletzt.


Schüsse gegen Tiere dominieren die Statistik


Der zahlenmäßig größte Bereich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs betrifft weiterhin Tiere. Im Jahr 2025 wurden 17.203 Fälle registriert, in denen gefährliche, kranke oder verletzte Tiere durch Polizeischüsse getötet wurden.

Zum Vergleich: Gegen Sachen wurde die Schusswaffe lediglich in 113 Fällen eingesetzt.


Sonstige Fälle


Die Statistik erfasst außerdem besondere Einsatzkonstellationen. Für das Jahr 2025 werden 16 Fälle von Selbsttötungen oder Selbsttötungsversuchen von Polizeibeschäftigten mit Schusswaffen ausgewiesen. Hinzu kommen 145 unbeabsichtigte Schussauslösungen. Dabei handelt es sich um Fälle, in denen sich ein Schuss versehentlich löste, unabhängig davon, ob dabei Personen verletzt wurden.



Fazit


Insgesamt zeigen die Zahlen 2025 mehr Schusswaffeneinsätze und mehr Verletzte, aber weniger Tote als 2024. Die Zahlen für 2025 verdeutlichen, dass tödlicher polizeilicher Schusswaffeneinsatz weiterhin vergleichsweise selten ist und typischerweise in Situationen erfolgt, die als Notwehr-, Nothilfe- oder Lebensgefahrenlagen erfasst werden. Gleichzeitig zeigt die Statistik, dass der mit Abstand häufigste Schusswaffengebrauch der Polizei nicht gegen Menschen, sondern gegen Tiere erfolgt. Die dokumentierten 17.203 Fälle übersteigen die Zahl aller Schüsse gegen Personen um ein Vielfaches.

 
 
 

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